Freitag, 26. September 2008

cap skirring
ile de karabane

mangroven
st louis


erste eindruecke aus kolda

Am letzten Freitagnachmittag sind Sophie und ich von Dakar aus gestartet Richtung Kolda, unserem Zuhause für die nächsten drei Monate. Voll bepackt mit Rucksack, Laptop, Kameras und ein bisschen Proviant bestiegen wir die Fähre Dakar-Zeguinchor, das mit Bestimmtheit konfortabelste öffentliche Verkehrsmittel in ganz Senegal! Der Seeweg ist zwar nicht die kürzeste Verbindung zwischen Dakar und Kolda, vermeidet aber das traversieren von Gambia und damit eine unbestimmbare Summe an Bestechungsgeldern, um an der Grenze ein Durchreisevisum zu erhalten. Die Fähre fährt über Nacht und wir kamen zweck einem kleinen Unwetter unterwegs mit ein bisschen Verspätung und sehr wenigen Stunden Schlaf in der Casamance an. Bereits müde, warteten wir nochmals ca 2 Stunden, bis unser Buschtaxi voll war (leere Plätze gibt es hier nicht) und Richtung Kolda lostuckerte... Die Strasse war gut, das Auto weniger und wir kamen völlig kaputt am Samstagabend an.
Inzwischen haben wir aber bereits unser „Studio“ bezogen, soll heissen ein leeres Zimmer, haben eine Bett und einen Ventilator gekauft und unsere Habseligkeiten ein bisschen im Raum verstreut. Wir wohnen gleich neben einem kleinen Markt, der im Moment aufgrund des Ramadans ein bisschen schläft aber sonst alles bieten kann, was das Herz begehrt (einschliesslich Ehemännern).
Am Montag hat dann offiziell das Praktikum bei der Organisation FODDE (Féderation pour un développement durable endogène) angefangen. Wir können bei einem von der UNO finanzierten Projekt zur Stärkung der Frauen in der Politik mitarbeiten, dass gerade begonnen hat. Bereits gestern gings denn auch schon das erste Mal los im Vierradantrieb aufs Land für einen Informationstag. Das Projekt ist gut strukturiert und scheint sehr interessant.
Das Wetter wird immer heisser, die Regenzeit ist bald zu Ende (sowie der Ramadan auch), und wir gewoehnen uns langsam an den afrikanischen Lebensrhytmus.

Montag, 8. September 2008

Dakar-Zeguinchor-Cap Skiring-Zeguinchor-Dakar-St.Louis-Dakar

Die letzten zwei Wochen haben wir eine kleine Tour durch Senegal gemacht und einige schoene Orte entdeckt. In Dakar anzukommen ist ziemlich laut, laermig und stressig und wir waren froh, als wir auf dem (von deutscher hand gebauten) Schiff Richtung Casamance waren. Das Schiff ist ziemlich neu und wird eigentlich nur von touristen und der einheimischen Upper Class benuetzt. Im Vergleich zum Reisen mit 7 place taxis (ausgebauten peugot combis) oder minibussen (mit ziegen auf dem Dach) ist die Schiffsreise denn auch confort pur mit breitbandfernsehen, restaurant und kabinen jeder preisklasse...
Die tage am Strand ganz im Sueden des Landes erinnerten an Karibikaufenthalte mit endlosen Straenden, unendlich vielen artisania shops, local guides und tausend amis. wenn das Wetter mitspielet konnte man auch wunderbar im Meer baden, manchmal regnete es aber uch und dann war nicht sehr viel los. Die touristensaison faengt denn auch erst im november so richtig an, was zur folge hatte, dass einige Presie zwar tiefer, die meisten Leute aber auch aufdringlicher waren und schnell mal eine Riesenmitleidstour starteten.
Wir entschieden uns dann, nach 4 tagen wieder weiterzureisen, zurueck mit dem boot und weiter in den norden in die erste kolonialstadt westafrikas, st.louis. ein bisschen Havanna in Afrika mit heruntergekommenen kolonialbauten, die von einer langen, nicht immer einfachen geschichte zeugen. die rueckfahrt von st.louis nach dakar am sonntagabend war gelinde gesagt eine katastrophe. ein endloser stau vor der halbinsel auf der dakar liegt zeigte einmal mehr die verkehrsprobleme auf, die hier herrschen. bis anfang des staus sind wir 4h gefahren, fuer das letzte stueck brauchten wir nochmals mindestens so lange...
A la prochaine