Am letzten Freitagnachmittag sind Sophie und ich von Dakar aus gestartet Richtung Kolda, unserem Zuhause für die nächsten drei Monate. Voll bepackt mit Rucksack, Laptop, Kameras und ein bisschen Proviant bestiegen wir die Fähre Dakar-Zeguinchor, das mit Bestimmtheit konfortabelste öffentliche Verkehrsmittel in ganz Senegal! Der Seeweg ist zwar nicht die kürzeste Verbindung zwischen Dakar und Kolda, vermeidet aber das traversieren von Gambia und damit eine unbestimmbare Summe an Bestechungsgeldern, um an der Grenze ein Durchreisevisum zu erhalten. Die Fähre fährt über Nacht und wir kamen zweck einem kleinen Unwetter unterwegs mit ein bisschen Verspätung und sehr wenigen Stunden Schlaf in der Casamance an. Bereits müde, warteten wir nochmals ca 2 Stunden, bis unser Buschtaxi voll war (leere Plätze gibt es hier nicht) und Richtung Kolda lostuckerte... Die Strasse war gut, das Auto weniger und wir kamen völlig kaputt am Samstagabend an.
Inzwischen haben wir aber bereits unser „Studio“ bezogen, soll heissen ein leeres Zimmer, haben eine Bett und einen Ventilator gekauft und unsere Habseligkeiten ein bisschen im Raum verstreut. Wir wohnen gleich neben einem kleinen Markt, der im Moment aufgrund des Ramadans ein bisschen schläft aber sonst alles bieten kann, was das Herz begehrt (einschliesslich Ehemännern).
Am Montag hat dann offiziell das Praktikum bei der Organisation FODDE (Féderation pour un développement durable endogène) angefangen. Wir können bei einem von der UNO finanzierten Projekt zur Stärkung der Frauen in der Politik mitarbeiten, dass gerade begonnen hat. Bereits gestern gings denn auch schon das erste Mal los im Vierradantrieb aufs Land für einen Informationstag. Das Projekt ist gut strukturiert und scheint sehr interessant.
Das Wetter wird immer heisser, die Regenzeit ist bald zu Ende (sowie der Ramadan auch), und wir gewoehnen uns langsam an den afrikanischen Lebensrhytmus.
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