Noch ein letzter kurzer Blogeintrag aus Kolda, Morgen geht die Reise Richtung Norden los mit Zwischenstopps in Zeguinchor, Dakar und Lissabon. Hier ein paar Müsterchen aus dem afrikanischen Alltag, die leise zum schmunzeln anregen sollen...;-)
Arithmetik ist nicht des Senegalesen stärkste Seite
Getrimmt auf Konsumgesellschaft und Aktionen wunderten wir uns des Öfteren mal über nicht ganz logische Preisverteilung. So kosten 6 kleine Käseportionen weniger als die ganze Box, eine grosse Seife mehr als deren 2 in kleiner Ausführung und auch bei den Telefonkarten von der französischen Gesellschaft orange besteht überhaupt kein Interesse, grössere Beträge aufzuladen, da der Bonus sich lediglich kumuliert, nicht aber erhöht, wenn man mehr investiert.
Verehrer trifft auf Karin am Morgen
Im Nachhinein köstlich amüsiert haben wir uns auch über einen hartnäckigen Verfechter des Traumes von der weissen Frau, der nicht einmal zurückschreckte, um acht Uhr Morgens an unsere Zimmertür zu klopfen. Leider traf er da nicht auf Sophie wie er sich das wohl vorgestellt hat sondern auf Karin, die noch sehr morgenmufflig war und überhaupt nicht freundlich reagierte. Trotz des grimmigen Portraits, dass er in einem sorgfältig adressierten Couvert dagelassen hat, ist er seitdem nicht mehr aufgetaucht...
Auch nicht schlecht haben wir gestaunt, als uns die Ehefrau eines Advokaten allerernstes anbot, doch ihre Co-épouse zu werden (In Senegal können Männer bis zu vier Frauen hieraten)....naja, da gibt’s noch einiges an der Emanzipation zu feilen.
Ganz zu schweigen von einem weiteren Verehrer, der seine Qualitäten damit beweisen wollte, dass er uns ein Sexvideo mit seiner Frau zeigt... da fällt einem doch schon mal die Kinnlade herunter bei solchen Avancen!
Fensterglas = Sonnenbrille
Eine Brille ist ein intellektuelles Acessoire. In diesem Sinne kann man ja noch verstehen, wenn es Menschen gibt, die mit Fensterglas im Gestell herumrennen, aber als uns eine Nachbarin dann auch noch auftischen wollte, dass das Fensterglas als Sonnenschutz eingesetzt wird, blieb uns nichts anderes übrig, als uns ungläubig anzuschauen. Sie fühle sich auch deutlich besser mit der Brille in der Sonne...
Dienstag, 16. Dezember 2008
Freitag, 12. Dezember 2008
Nationalpark Niokolo Koba
Die Zeit in Kolda neigt sich langsam dem Ende zu, so haben wir uns erlaubt, während des Tabaski Festes einen kleinen Ausflug Richtung Osten in den Nationalpark Niokolo Koba zu unternehmen. Nicht ganz unschuldig daran war die Natur des Tabaski Festes, auch fete de mouton genannt, im muslimischen Kalender 40 Tage nach dem Ende des Ramadans angesiedelt. An diesem Tag soll jeder Familienvater einem Schaf die Kehle durchschneiden. Wie man sich wohl vorstellen kann, war ich nicht sonderlich erpicht auf das Spektakel und auch nicht auf das Festmahl danach,
Mit Sophies Schwester, frisch aus Frankreich angekommen, machten wir uns also auf den Weg nach Tambacounda, wo es bekanntlich sehr heiss ist (oooouf il fait chaud à Tamba!), um in beinahe unmöglicher Mission am Vorabend des Tabaski Festes einen 4x4 mit Chauffeur zu finden für eine Tour durch Senegals berühmtesten Nationalpark. Die Verhandlungen über die Tour, den Preis, den guide haben den ganzen Abend in Anspruch genommen. Das war allerdings nicht weiter schlimm, befanden wir uns doch auf einer exeptionellen Dachterasse bei einem Bekannten, bestens versorgt mit Ataya, einem leckeren Yassa Poisson und einem Gemisch aus Bissap und Gingersaft. Kein Problem also, sich die zwei Tage und eine Nacht im Park zu erhandeln.
Wie sich am nächsten Morgen herausstellen sollte, waren wir uns nach vier Stunden Verhandlungen anscheinend doch nicht ganz einig gewesen darüber, wer wessen Essen bezahlen soll und wie genau der unauthorosierte guide mit uns in den Park kommen sollte. Schlussendlich bezahlten wir das Essen und er den offiziellen Guide. =)
Der Park selber war ein wunderbares Erlebnis, auch wenn die Löwen sich leider noch versteckten und das einzige Elefantenpaar anscheinend viel weiter im Süden war. Dafür kreuzten wir den Weg von einigen riesigen Ebern, die Obelix alle Freude gemacht hätten, Antilopen, Krokodilen, wunderschönen exotischen Vögeln und haben von ganz weit weg gesehen, wie die Nilpferde plantschten. Die Natur um den fleuve de gambie ist ebenfalls sehr sehenswert, im Moment noch halbwegs grün, da die Regenzeit noch nicht allzu lange her ist. Dies ist auch der Grund, warum die Tiere noch nicht gezwungen sind, aus ihren Verstecken zu kommen, um Wasser zu trinken.
Hausaffe vom Hotel Simenti im Inneren des Parkes (schleicht sich hinterlistig an, um Sandwiches zu klauen!)

fleuve de Gambie
Mit Sophies Schwester, frisch aus Frankreich angekommen, machten wir uns also auf den Weg nach Tambacounda, wo es bekanntlich sehr heiss ist (oooouf il fait chaud à Tamba!), um in beinahe unmöglicher Mission am Vorabend des Tabaski Festes einen 4x4 mit Chauffeur zu finden für eine Tour durch Senegals berühmtesten Nationalpark. Die Verhandlungen über die Tour, den Preis, den guide haben den ganzen Abend in Anspruch genommen. Das war allerdings nicht weiter schlimm, befanden wir uns doch auf einer exeptionellen Dachterasse bei einem Bekannten, bestens versorgt mit Ataya, einem leckeren Yassa Poisson und einem Gemisch aus Bissap und Gingersaft. Kein Problem also, sich die zwei Tage und eine Nacht im Park zu erhandeln.
Wie sich am nächsten Morgen herausstellen sollte, waren wir uns nach vier Stunden Verhandlungen anscheinend doch nicht ganz einig gewesen darüber, wer wessen Essen bezahlen soll und wie genau der unauthorosierte guide mit uns in den Park kommen sollte. Schlussendlich bezahlten wir das Essen und er den offiziellen Guide. =)
Der Park selber war ein wunderbares Erlebnis, auch wenn die Löwen sich leider noch versteckten und das einzige Elefantenpaar anscheinend viel weiter im Süden war. Dafür kreuzten wir den Weg von einigen riesigen Ebern, die Obelix alle Freude gemacht hätten, Antilopen, Krokodilen, wunderschönen exotischen Vögeln und haben von ganz weit weg gesehen, wie die Nilpferde plantschten. Die Natur um den fleuve de gambie ist ebenfalls sehr sehenswert, im Moment noch halbwegs grün, da die Regenzeit noch nicht allzu lange her ist. Dies ist auch der Grund, warum die Tiere noch nicht gezwungen sind, aus ihren Verstecken zu kommen, um Wasser zu trinken.
Hausaffe vom Hotel Simenti im Inneren des Parkes (schleicht sich hinterlistig an, um Sandwiches zu klauen!)
fleuve de Gambie
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