Noch ein letzter kurzer Blogeintrag aus Kolda, Morgen geht die Reise Richtung Norden los mit Zwischenstopps in Zeguinchor, Dakar und Lissabon. Hier ein paar Müsterchen aus dem afrikanischen Alltag, die leise zum schmunzeln anregen sollen...;-)
Arithmetik ist nicht des Senegalesen stärkste Seite
Getrimmt auf Konsumgesellschaft und Aktionen wunderten wir uns des Öfteren mal über nicht ganz logische Preisverteilung. So kosten 6 kleine Käseportionen weniger als die ganze Box, eine grosse Seife mehr als deren 2 in kleiner Ausführung und auch bei den Telefonkarten von der französischen Gesellschaft orange besteht überhaupt kein Interesse, grössere Beträge aufzuladen, da der Bonus sich lediglich kumuliert, nicht aber erhöht, wenn man mehr investiert.
Verehrer trifft auf Karin am Morgen
Im Nachhinein köstlich amüsiert haben wir uns auch über einen hartnäckigen Verfechter des Traumes von der weissen Frau, der nicht einmal zurückschreckte, um acht Uhr Morgens an unsere Zimmertür zu klopfen. Leider traf er da nicht auf Sophie wie er sich das wohl vorgestellt hat sondern auf Karin, die noch sehr morgenmufflig war und überhaupt nicht freundlich reagierte. Trotz des grimmigen Portraits, dass er in einem sorgfältig adressierten Couvert dagelassen hat, ist er seitdem nicht mehr aufgetaucht...
Auch nicht schlecht haben wir gestaunt, als uns die Ehefrau eines Advokaten allerernstes anbot, doch ihre Co-épouse zu werden (In Senegal können Männer bis zu vier Frauen hieraten)....naja, da gibt’s noch einiges an der Emanzipation zu feilen.
Ganz zu schweigen von einem weiteren Verehrer, der seine Qualitäten damit beweisen wollte, dass er uns ein Sexvideo mit seiner Frau zeigt... da fällt einem doch schon mal die Kinnlade herunter bei solchen Avancen!
Fensterglas = Sonnenbrille
Eine Brille ist ein intellektuelles Acessoire. In diesem Sinne kann man ja noch verstehen, wenn es Menschen gibt, die mit Fensterglas im Gestell herumrennen, aber als uns eine Nachbarin dann auch noch auftischen wollte, dass das Fensterglas als Sonnenschutz eingesetzt wird, blieb uns nichts anderes übrig, als uns ungläubig anzuschauen. Sie fühle sich auch deutlich besser mit der Brille in der Sonne...
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen