Freitag, 12. Dezember 2008

Nationalpark Niokolo Koba

Die Zeit in Kolda neigt sich langsam dem Ende zu, so haben wir uns erlaubt, während des Tabaski Festes einen kleinen Ausflug Richtung Osten in den Nationalpark Niokolo Koba zu unternehmen. Nicht ganz unschuldig daran war die Natur des Tabaski Festes, auch fete de mouton genannt, im muslimischen Kalender 40 Tage nach dem Ende des Ramadans angesiedelt. An diesem Tag soll jeder Familienvater einem Schaf die Kehle durchschneiden. Wie man sich wohl vorstellen kann, war ich nicht sonderlich erpicht auf das Spektakel und auch nicht auf das Festmahl danach,
Mit Sophies Schwester, frisch aus Frankreich angekommen, machten wir uns also auf den Weg nach Tambacounda, wo es bekanntlich sehr heiss ist (oooouf il fait chaud à Tamba!), um in beinahe unmöglicher Mission am Vorabend des Tabaski Festes einen 4x4 mit Chauffeur zu finden für eine Tour durch Senegals berühmtesten Nationalpark. Die Verhandlungen über die Tour, den Preis, den guide haben den ganzen Abend in Anspruch genommen. Das war allerdings nicht weiter schlimm, befanden wir uns doch auf einer exeptionellen Dachterasse bei einem Bekannten, bestens versorgt mit Ataya, einem leckeren Yassa Poisson und einem Gemisch aus Bissap und Gingersaft. Kein Problem also, sich die zwei Tage und eine Nacht im Park zu erhandeln.
Wie sich am nächsten Morgen herausstellen sollte, waren wir uns nach vier Stunden Verhandlungen anscheinend doch nicht ganz einig gewesen darüber, wer wessen Essen bezahlen soll und wie genau der unauthorosierte guide mit uns in den Park kommen sollte. Schlussendlich bezahlten wir das Essen und er den offiziellen Guide. =)
Der Park selber war ein wunderbares Erlebnis, auch wenn die Löwen sich leider noch versteckten und das einzige Elefantenpaar anscheinend viel weiter im Süden war. Dafür kreuzten wir den Weg von einigen riesigen Ebern, die Obelix alle Freude gemacht hätten, Antilopen, Krokodilen, wunderschönen exotischen Vögeln und haben von ganz weit weg gesehen, wie die Nilpferde plantschten. Die Natur um den fleuve de gambie ist ebenfalls sehr sehenswert, im Moment noch halbwegs grün, da die Regenzeit noch nicht allzu lange her ist. Dies ist auch der Grund, warum die Tiere noch nicht gezwungen sind, aus ihren Verstecken zu kommen, um Wasser zu trinken.

Hausaffe vom Hotel Simenti im Inneren des Parkes (schleicht sich hinterlistig an, um Sandwiches zu klauen!)




fleuve de Gambie


mar de Simenti



Neugierige Antilope


kleiner Snack für Obelix




Wackelbrücke (uiuiuiuiuiui...)




Abendstimmung im verlassenen Camp wo wir die einzigen Gäste waren (die Saison ist offiziell noch nicht eröffnet und die Angestellten sind alle fürs Tabski Fest ausgeflogen)




elle est ou la buvette???
elle est la =) Prost!

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