Wer meinen Blog über unser Projekt gelesen hat, war vielleicht beeindruckt (vielleicht auch nicht). Ich jedenfalls war sehr angetan, als ich erstmals den Projektbeschrieb las und als es dann Anfang des Praktikums auch gleich losging mit Informationstagen und der Rekrutierung von 4 Animatricen. Ein UN finanziertes Projekt, eine anscheinend führende NGO in der Region Kolda, das waren doch immerhin Voraussetzungen für ein spannendes Praktikum!
Nun ja, es wäre ja nicht Afrika, wenn nicht alles ganz so laufen würde wie wir uns das als Toubabs so vorstellen. Wir sind jetzt ca. einen Monat hier und durchblicken so langsam die offensichtlichen und unterschwelligen Hierarchien in der Organisation. Und wir haben bereits einige kräftezehrende, nicht nur kulturell bedingte Diskussionen mit unserem Projektkoordinator hinter uns. En bref, er ist nicht gerade ein Organisations- und Kommunikationstalent und vergisst nach Diskussionen gerne alles Gesagte schnellstmöglichst wieder, um auch ja seine Arbeitsweise nicht zu ändern.
Die beiden Praktikantinnen haben dann aber einen runden Tisch mit dem Boss und noch einigen anderen provoziert, um dem sicheren Scheitern des Projektes entgegen zu wirken...Die geplanten Ausbildungstage wurden verschoben, der Koordinator hat ein bisschen was abgekriegt (und schmollt seither), aber ob das generelle, national, kulturell oder sonstwie bedingte Syndrom der fehlenden Fähigkeit zur Antizipation damit behoben werden kann, ist ungewiss. Der ursprüngliche Kalender des Projektes ist praktisch Makulatur und ob bis zu den Regionalwahlen im März 2009 eine funktionierende Frauenlobby aufgebaut werden kann, bezweifle ich. So ist sie denn, die Realität in einer afrikanischen NGO, nicht ganz einfach, manchmal sogar ganz schwierig und immer ein bisschen auf der Jagd nach ausländischen Investisoren. Wer dann die "eingefangenen" Projekte mit Erfolg und Qualitätssicherung durchführen soll, darüber wird offensichtlich öfters morgen als heute reflektiert.
Nun ja, es wäre ja nicht Afrika, wenn nicht alles ganz so laufen würde wie wir uns das als Toubabs so vorstellen. Wir sind jetzt ca. einen Monat hier und durchblicken so langsam die offensichtlichen und unterschwelligen Hierarchien in der Organisation. Und wir haben bereits einige kräftezehrende, nicht nur kulturell bedingte Diskussionen mit unserem Projektkoordinator hinter uns. En bref, er ist nicht gerade ein Organisations- und Kommunikationstalent und vergisst nach Diskussionen gerne alles Gesagte schnellstmöglichst wieder, um auch ja seine Arbeitsweise nicht zu ändern.
Die beiden Praktikantinnen haben dann aber einen runden Tisch mit dem Boss und noch einigen anderen provoziert, um dem sicheren Scheitern des Projektes entgegen zu wirken...Die geplanten Ausbildungstage wurden verschoben, der Koordinator hat ein bisschen was abgekriegt (und schmollt seither), aber ob das generelle, national, kulturell oder sonstwie bedingte Syndrom der fehlenden Fähigkeit zur Antizipation damit behoben werden kann, ist ungewiss. Der ursprüngliche Kalender des Projektes ist praktisch Makulatur und ob bis zu den Regionalwahlen im März 2009 eine funktionierende Frauenlobby aufgebaut werden kann, bezweifle ich. So ist sie denn, die Realität in einer afrikanischen NGO, nicht ganz einfach, manchmal sogar ganz schwierig und immer ein bisschen auf der Jagd nach ausländischen Investisoren. Wer dann die "eingefangenen" Projekte mit Erfolg und Qualitätssicherung durchführen soll, darüber wird offensichtlich öfters morgen als heute reflektiert.
Noch einige fotographische Eindrücke aus Kolda:
Da arbeiten wir (und ja, es hat Klimaanlagen, die aber regelmässig ein bisschen zu kalt eingestellt sind!)


Kolda Müllfluss
Auch bei Sandalen ist die Qualität nicht sonderlich hoch, deshalb herrscht ein hoher Bedarf...
Kolda by Night, wenn die Moskitos attakieren und wir uns auf den Weg nach Hause machen...
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