mit der Frau unseres Nachbarn; die schaut; dass wir auch ja genug essen( nach ihrer meinung selten der fall)
unser quartier sikilo in kolda
zwiebeln und knoblauch fuers erste mittagessen seit 30 tagen...
herausgeputzte maedchen fuer das korite fest
Zu welchem Zeitpunkt der Ramadan anfängt, was er für praktizierende Muslime bedeutet und wann sein Ende, die Korité, gefeiert wird, kann man bei uns meistens aus nicht mehr als einer Randnotitz in den Zeitungen erfahren. Im Senegal sind 95% der Bevölkerung muslimisch, Ramdan und sein gestriges Ende das Thema Nummer eins.
Während des Ramadans darf während des Tages nicht gegessen und getrunken werden. Die Leute stehen zum ersten Gebet des Tages um fünf Uhr Morgens auf und frühstücken, danach wird bis zum Abendgebet nach sieben gefastet. Das Fastenbrechen bei Einbruch der Dunkelheit wird in der Familie mit einem symbolischen Stück Brot oder Datteln zelebriert, meist gefolgt von einem ausgiebigen Mahl. Angefangen hat der Ramadan dieses Jahr Anfang September mit dem ersten Neumond des Monats. Die Fastenzeit dauert einen Mondzyklus und ist zu Ende, wenn man den Mond von neuem am Himmel sieht. Ist der Himmel bewölkt, hat eine Komission in Dakar zu entscheiden, auf welchen Tag genau die Korité fällt.
Das Ende der Fastenzeit wird allerorts gefeiert, deswegen waren die Schneider seit Wochen überlastet mit der Fabrikation von sich gegenseitig übertreffenden Bubus (traditionelle Gewänder). Die Nähmaschine unserer Nachbarin hörten wir meistens noch beim Einschlafen und in ihrem Zimmer türmen sich die Stoffe. Die Frauen verbrachten Stunden, wenn nicht Tage mit dem kunstvollen Flechten von Zöpfchen und dem Befestigen von Haarverlängerungen, die dann wiederum zu haarigen Kunstwerken verarbeitet wurden.
Am grossen, lang herbeigesehnten und herbeigehungerten Tag dann konnte man das Resultat dieser Bemühungen auf der Strasse bewundern. Der Tag begann für die Muslime mit dem Gang in die Moschee, gefolgt von einem traditionellem Poulet zu Mittag (das erste Mittagessen seit einem Monat!). Am Nachmittag zogen die Kinder in Scharen (und Scharen sind hier wirklich Scharen von bis zu 30 oder 40 Kindern!) um die Häuser um sich Münzen zu erbetteln, die etwas älteren promenierten stolz in ihren schicken Kleidern, man besucht sich gegenseitig und bittet um Pardon.
Der Ramadan ist nun also vorbei und es wird wieder etwas einfacher sein, während des Tages Nahrung zu finden...
1 Kommentar:
hey liebe Karin
wie es Dir bzw. Euch? Was macht das Praktikum und die Gesundheit?
Wie gut; dass Ihr wieder erfolgreicher bei der Nahrungssuche seid. Ich bin nun seit knapp drei Wochen auch in Madagaskar und mein Freund wird naechste Woche wieder nach Berlin fliegen.
Schoene Fotos haste auf Deinem Blog. Bei mir geht es nun naechste Woche los mi dem Praktikum.
Edyta ist nun auch angekommen!
Alles Gute und noche eine schoene Zeit!
liebe Gruesse aus Tana;
Aennie
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