Ziel war Kafountine, ein kleines, aber seit Lonely Planet gut besuchtes Dorf an der Küste nahe der gambischen Grenze. Auf der Reise von Dakar nach Kolda haben wir eine Französin kennengelernt, die da ein Campement hat und uns à la africaine herzlich eingeladen hat, eine Gelegenheit, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten! Die Hinreise dauerte 6h, davon 2 in einem Minibus der alle 300 Meter angehalten hat, um irgendwas ein- oder auszuladen. Aber das lange Wochenende in Aussicht, liessen wir uns nicht aus der Ruhe bringen und hofften nur, dass sich nicht plötzlich noch eine Mama Africa als sechste Person neben uns auf die Bank quetschen würde...
Die paar Tage am Strand waren wunderbar, das Wasser fast zu warm, die Abende dennoch herrlich frisch und das Bier immer kühl. Einmal schafften wir sogar eine morgendliche Joggingrunde am Strand (wo ausser einer Kuhherde keine Menschenseele war...). In der Abenddämmerung und somit mit dem Sonnenuntergang vor Augen kehrten täglich die Pirogen von ihren manchmal Wochenlangen Fischertouren auf hoher See zurück. Die Pirogen sind schön anzusehen, doch möchte man sich lieber nicht die Konditionen vorstellen, in denen die Fischer darauf Tage verbringen. Einen Tag tuckerten wir in den Mangroven herum, in einer sehr kleinen Ausgaben ebendieser Pirogen, die ausserdem leck war und das mit einer afrikanischen Frau die nicht schwimmen kann und ein 2 jähriges Kind dabei hatte...naja, wir sind nicht untergegangen und das Wasser ist auch meist nur ca. einen Meter tief. Ansonsten verbrachten wir die Tage mit schwimmen, lesen und die Weite des Horizontes geniessen. In Kafountine ist um diese Jahreszeit nicht sehr viel los, das Leben plätschert langsam in seinem Rhythmus dahin und eignet sich bestens zum ausspannen..
Mittlerweile sind wir wieder in Kolda nach einer desolaten und hochnervenaufreiben Rückreise in den berüchtigten Minibussen, die uns den kleinen Urlaub teuer bezahlen liessen.
Back im Arbeitsleben planen wir einen längeren Aufenthalt in der Pampa um eine Marktstudie durchzuführen. Unseren ungeliebten Projektleiter lassen wir somit vorerst mal alleine mit seiner miserablen Organisation und versuchen, unsere Energie sinnvoller einzusetzen, indem wir für ein anderes Projekt arbeiten. Bis bald, herzlich aus der Hitze von Kolda, Karine
unser kleines Haus im Campement von Joelle, inklusive Badezimmer (das heisst Eimer, mit dem man beim Brunnen Wasser holt...) und Handtellergrossen Spinnen, die man schnell töten muss ;-)
Zeit, auch mal die Makrofunktion der Kamera auszuprobiernen
Fischer, die Abends zurückkehren mit ihrem Fang
Mangroven
Die defekte Piroge
1 Kommentar:
Grazie per tutte queste immagini. Io sogno.
Ciao :-)
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